Auf der Suche nach Javier Arcenillas Buch ›Sicarios‹ stieß ich auf die neu gegründete Fotografieplattform ›FotoEvidence‹, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Fotoarbeiten bekannt zu machen, die Menschenrechtsverletzungen, Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Angriffe auf die Würde des Menschen, in welcher Form und wo immer sie auftreten, thematisieren. Jedes Jahr wird neben den Online-Aktivitäten eine ausgewählte Arbeit als Buch veröffentlicht, das erste in der Reihe ist ›Sicarios - Latin American Assasins‹.
Javier Arcenillas ist eingetaucht in eine tieftraurige, gnadenlose Realität in Guatemala. Er portraitiert jugendliche Auftragsmörder, die für ein lächerlich geringes Entgelt Leben auslöschen, zeigt die Opfer der brutalen Erschießungen, verzweifelte Hinterbliebene, verängstigte Passanten, überforderte Beamte.
›Wir werden für das Töten bezahlt. Wir tun es. Etwas anderes können wir nicht,‹ wird ein Jugendlicher zitiert. Und wir erfahren auch, dass die Assassins selbst nur selten das fünfundzwanzigste Lebensjahr erreichen.
›Dies ist ein Problem, das man sicher nicht mit der Kamera lösen kann, und ich gehöre nicht zu den Photojournalisten, die die Welt mit Bildern retten,‹ sagt Javier Arcenolllas. Trotzdem will er weiter an seinem Thema arbeiten, auch, um der Ausschlachtung von Gewalt in den Massenmedien etwas entgegenzusetzen.
Die Arbeit von ›FotoEvidence‹ werde ich ganz sicher weiter aufmerksam verfolgen.
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FotoEvidence 2011 /// 30 x 20 cm /// 112 pages /// b&w illustrations /// hardcover /// english / spanish /// text by Juan Luis Font /// first edition
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€34.00 BESTELLUNG |  |
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